»Wie ein bibliothecarius beschaffen sein müsse«

Diese hohen Anforderungen faßte der Göttinger Oberbibliothekar Johann Matthias Gesner († 1761) in seiner Denkschrift »Wie ein Bibliothecarius beschaffen sein müsse« (1748) zusammen. An charakterlichen Vorzügen verlangte Gesner vom Bibliothekar ein edles, großmütiges und über die Gewinnsucht erhabenes Herz, das fähig ist, den Nutzen der Bibliothek über den eigenen Vorteil zu stellen, Leutseligkeit und Dienstfertigkeit den Benützern gegenüber sowie Sinn für Schönheit, Ordnung und Reinlichkeit. Die fachliche Qualifikation bestand für Gesner in der Beherrschung eines enormen Wissensstoffes. Der Bibliothekar mußte eine sichere Bücherkenntnis besitzen, wozu wiederum Voraussetzung war, daß Lateinisch, Griechisch, Französisch, Italienisch und Englisch vollkommen beherrschte, Hebräisch und die übrigen biblisch-orientalischen Sprachen sowie Spanisch und die nordischen Sprachen verstand und sich in den deutschen Mundarten, im Mittellatein und in den osteuropäischen Sprachen auskannte. Doch die »eigentliche Wissenschaft des Bibliothecarii« war für ihn die Geschichte der Gelehrsamkeit, die Literärgeschichte. Er erwartete aber vom Bibliothekar auch, daß dieser nicht nur die repräsentativen Namen und Werktitel mit Angabe der besten Ausgaben kenne, sondern auch konkrete stoffliche Kenntnisse aus allen Wissensgebieten aufweise.

(Buzas 1976: 127)

Buzas, Ladislaus. 1976. Deutsch bibliotheksgeschichte der neuzeit (1500-1800). (Elemente des buch- und bibliothekswesens; band 2). Wiesbaden: Ludwig Reichert. isbn 3-920153-59-6.

Kort text om, ja vad?

En liten text skriven rakt upp och ned, 13 december 2006. Vad den handlar om? Kanske en ytlig reflektion över ens eget själv, vilja och mod. Läs den djupt eller ytligt, jag skrev den bara som den kom till mig. Inte riktigt min vanliga stil, den som är mer rosa, fluffig, god och varm.

Text publicerad under CC. 650 ord.

Läs hela inlägget här »